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Erziehen

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Unsere Kinder gehen relativ schnell mit gewissen (Bau)Maschinen um. Sie sehen uns damit arbeiten und es ist daher selbstverständlich, dass sie es irgendwann ausprobieren möchten.
Unsere Kinder lernen durch uns Erwachsene. Manchmal habe ich das Gefühl, dass früher genau so gelernt wurde. Indem man dem Vater, der Mutter beim Arbeiten zugesehen hat. Durch die Schule findet genau das nicht mehr statt.

Interessant ist, dass sie nur nach den Maschinen fragen, die sie sich auch zutrauen. Je nach Alter werden die Maschinen „gefährlicher“.

Wer hat mehr Freigang? Kinder oder Häftlinge? Komische Frage?

Freigang, Gefängnis und Kinder. Diese drei Wörter passen nicht zusammen? Und doch sind sie ein Team! Immer wieder wird der Vergleich gezogen, dass Schulen wie Gefängnisse sind. Und immer wieder wird dieser Vergleich als zu hart empfunden. Doch warum? Weil es wirklich so ist und einfach weh tut, das zu erkennen? Weil man dann etwas ändern müsste und das nicht will oder nicht weiß wie und viele Ängste dabei eine Rolle spielen?

Unsere Kinder gehen nicht zur Schule, weil wir als Eltern Schulverweigerer sind. Um den möglichen Aufschrei etwas zu dämpfen: Wir sind unbedingt für Bildung.

Dürfen Eltern ihren Kindern die Schule verweigern? Was verweigern sie denn dann genau? Was bedeutet Schule? Ist es gleichbedeutend mit Bildung? Eltern, die ihren Kindern die Schule verweigern, verweigern automatisch auch Bildung?

Stell Dir folgende Situation vor:

  • Du wirst aufgefordert Dich von 7:30 bis 16:00 in einem dir zugewiesenen Gebäude aufzuhalten.
  • Es wird Dir genau vorgeschrieben, womit Du Dich in dieser Zeit zu beschäftigen hast.
  • Die Pausen in denen Du essen, trinken und auf Toilette gehen darfst sind limitiert.