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Unschooling

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Ferienzeit bedeutet Landgang für Freilerner.

Es ist immer wieder aufs Neue ein Phänomen. Sobald Ferienzeit ist, sieht man, wenn man genau hinschaut, ein Periskop aus dem Ozean des Bildungslebens auftauchen. Vorsichtig sucht es im Rundumblick das Wasser ab.

Wenn die Luft rein ist, wird das Periskop wieder eingefahren und das U Boot erscheint wie ein dicker Wal aus den Untiefen des Lebens auf der Oberfläche.
Während das Wasser noch abperlt, wird die schwere Luke geöffnet und endlich, endlich wieder frische Luft in die Lungen eingeatmet.

Philosophische Gedanken.
In den letzten Tagen haben wir unser Wohnmobil klar Schiff gemacht. Nun ist es abfahrtbereit und wir werden morgen für eine viermonatige Reise in Richtung Südeuropa aufbrechen. In Gedanken bin ich schon irgendwo im Süden.

Wirklich geplant haben wir bisher – NICHTS :-). Wir haben kein Ziel und keine Vorgaben. Immer der Nase lang, dem schönen Wetter und den Abenteuern entgegen.
Das einzige was bisher klar ist, ist das wir zunächst nach Italien fahren werden. Alles andere wird sich entwickeln. Wir machen uns ungern vor der Reise zu viele Gedanken und wollen uns nicht festlegen.

Unsere Kinder gehen nicht zur Schule, weil wir als Eltern Schulverweigerer sind. Um den möglichen Aufschrei etwas zu dämpfen: Wir sind unbedingt für Bildung.

Dürfen Eltern ihren Kindern die Schule verweigern? Was verweigern sie denn dann genau? Was bedeutet Schule? Ist es gleichbedeutend mit Bildung? Eltern, die ihren Kindern die Schule verweigern, verweigern automatisch auch Bildung?

Wir haben vor einigen Jahren eine freie Schule gegründet. Unsere damalige Schulleiterin sagte mir in einem Gespräch, als es um die Lerninhalte des Grundschullehrplans ging, folgenden Satz: „Das Grundschulwissen passt im Prinzip auf eine CD und ist innerhalb von ein bis drei Monaten erlernbar.“

Diese Grundaussage hat sich in mir eingebrannt und ich fing an genauer hinzuschauen, was es mit dem Lehrplan der Grundschule auf sich hat.