ADAC – der gelbe Engel

Wir wollten eigentlich vorgestern zu unserer Deutschlandreise losfahren. Sind wir auch – weit sind wir nicht gekommen.

Den erstens kommt es zweitens anders als man drittens denkt und viertens plant. Darum haben wir uns und unserem Umfeld das Planen abgewöhnt. Oder aber:
„Wenn der Plan nicht funktioniert, dann ändern wir den Plan“.

Wir saßen alle in unserem rollenden Zuhause. Nach einem längeren Aufenhalt ist dieses Gefühl immer wieder schön und aufregend. Welche Abenteuer warten diesmal auf uns?
Nach etwa 10 Km, wir fuhren gerade auf einer Landstraße und waren etwa 20 Meter vor der Autobahnauffahrt entfernt, hörten wir einen lauten pppffffff Knall. Zuerst dachten wir ein Reifen wäre geplatzt. Doch das Knallen war dafür zu leise.

Ich merkte, dass die Reifen blockierten und just in diesem Moment war tatsächlich rechts eine kleine Einbuchtung, in die ich lenken konnte. Dann ging nichts mehr und der LKW stand fest, die Reifen waren völlig blockiert. Wären wir auf der Autobahn gewesen, wäre die Situation sehr viel komplifizierter gewesen.

Wir sind ja geübte ADAC Mitglieder und wir echt dankbar dafür!

Während wir also erst einmal die Kinder auf einen Feldweg in Sicherheit brachten, das Warndreieck aufstellten und schließlich auf den ADAC warteten, kochte meine Frau kurzerhand einfach das Abendessen. Wozu haben wir schließlich die Küche an Bord! Wie gesagt, wir sind was Pannen angeht sehr routiniert und uns bringt da mittlerweile nichts mehr aus der Fassung.
Dabei hilf mir dieser Wackelmensch. Er sitzt auf Augenhöhe vom Fahrer und  grinst immer, ganz egal was passiert und wackelt herrlich tiefenentspannt mit dem Kopf!

Auf unserer Europareise dieses Jahr ist uns in Griechenland gleich zweimal die Radaufhängung abgekracht. In der Türkei war ein Kugellager defekt. Wir fuhren damals zur nächsten Werkstatt und ein aufgebocktes Auto wurde einfach auf die Seite geparkt und mitten im Regen, halb auf der Straße stehend, wurde das Kugellager gewechselt. Während dessen bekamen wir Tee und Döner angeboten. Einfach Klasse!

Kaputt, Reparatur, Wohnmobil

Kaputt, Reparatur

Doch nun zurück zu Gestern:
Der Gelbe Engel konnte es soweit reparieren, dass wir in unsere Heimatwerkstatt, die in etwa einem Kilometer Entfernung war, langsam mit Warnblinckanlage fahren konnten.

Mittlerweile war es dunkel und unser Freund hat uns mit seinem Passat abgeholt. Dabei hatten wir sämtliche Decken und die Sachen aus dem Kühlschrank. Das Wohnmobil ist ja voll beladen.

Nun wird also erst einmal repariert. Die Rechnung dürfte saftig werden. Pannen im Ausland sind immer günstiger, denn dort kosten die Reparaturen wesentlich weniger.

Wir sind super dankbar für den ADAC! Wenn wir den nicht hätten…

Als Nachschlag:
Besser die Bremse klebt fest und ist blockiert als andersherum, denn das hatten wir bereits zweimal. Das letzte Mal fuhren wir von Portugal nach Deutschland und die Bremse versagte und wir mussten ohne ihre Hilfe aus einer Schnellstraße ausfahren und einen Parkplatz anrollen und halten. Kein schönes Gefühl, mit 6 Tonnen unter dem Hintern und sechs Kindern an Bord! Da heißt es Nerven bewahren. Aber Mütter von sieben Kindern haben Nerven wie Drahtseile…

In diesem Sinne – in ein Paar Tagen sind wir wieder unterwegs! Wir müssen nur mal eben die Bremse checken…

Und zu irgendwas ist es gut, dass wir diesen Fehlstart hatten. Wir wissen zwar (noch) nicht für was genau, aber vertrauen darauf, dass es einen höheren Sinn hat –
Und wenn der Sinn nur der war, dass unsere Kinder super spät ins Bett gehen konnten…

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