Großfamilie auf Reisen…

Wir sind ja jetzt viele, viele Jahre gereist. Über 20 Länder haben wir mit dem Wohnmobil durchfahren und so viel erlebt und gelernt. Dabei fiel nie der Satz: „Wann sind wir endlich da“. Denn der Weg war für uns immer das Ziel und unsere Kinder lieben es unterwegs zu sein.

Lies doch dazu meinen Artikel darüber, dass unsere Kinder nicht quengeln beim Reisen.

Nun machen wir ja gerade eine „Pause“. Wir sind angekommen. Auch Reisen, Unterwegssein hat wie alles immer zwei Seiten.

In all den Jahren haben wir die Balance zwischen „On Tour“ und auf unserer Basis geschafft zu wahren. Immer wenn wir gemerkt haben, dass unsere Flügel bewegt werden wollen, haben wir die Seile gekappt und sind losgezogen, mit der Wohnmobilschnauze immer in den Wind.

Irgendwann haben wir uns dann alle immer nach Einsamkeit gesehnt, nach einem Nest – einem Zuhause und Stetigkeit. In der wir die Flügel einklappen können. Und diese Momente waren dann dazu da, den Anker zu werfen.

Und in einer solchen Phase sind wir gerade. Wir sind angekommen.

Anforderungen beim Reisen

Es gibt Dinge beim Reisen, die stören am Anfang nicht. Im Gegenteil, sie sind es, die das Reisen zum Abenteuer machen. Weil sie den Kick geben die Ungewissheit und den Zauber des Neuen in sich tragen.

Immer wenn man in einer neues Land fährt, an einen neunen Ort, dann weiß man nicht:

Wo geh ich einkaufen?
Was gibt es dort zu essen?
Wo schlafen wir in der Nacht?
Wie komme ich an schnelles Internet?

Und viele Fragen mehr. Und genau diese Fragen beziehungsweise die Suche nach der Antwort darauf kann irgendwann auch ermüden. Stets und ständig sich neu auf Situationen einzulassen und immer nicht zu wissen, was hinter der nächsten Lebenskurve ist, hält jung und macht alt.

Ich glaube, es kommt immer darauf an, in welcher persönlichen Phase man sich befindet. Also die eigene Betrachtungsweise prägt Deinen Umgang mit diesen Situationen. Und die wandelt sich im Laufe der Reisezeit.

Ich glaube daher, die allermeisten reisebegeisterten Menschen fallen irgendwann in ein Reiseloch. Denn wir brauchen Heimat und ein Zuhause. Nicht nur in der Form des Wohnmobils. Sondern auch in der Stetigkeit des Umfelds.

Für uns war also immer die Dosierung wichtig. Der Wechsel zwischen unseren Bedürfnissen. Zu lange an einem Ort war zu langweilig. Zu lange unterwegs war zu lange in Bewegung. Wir haben also einen Kreislauf erschaffen zwischen bewegtem und statischen Leben.

Wenn Du Dich fragst, wie wir dieses Leben finanzieren (das ist immer eine der ersten Fragen), dann lies gerne unser Buch darüber: Aussteigen/Umsteigen/Einsteigen

Wir hatten nie das Gefühl „Aussteiger“ zu sein. Denn in unseren Augen steigen wir maximal irgendwo aus, um umzusteigen und dann wieder in etwas anderes einzusteigen.

Einblicke

Um Dir einen Einblick in unser Reiseleben zu geben, siehst Du hier ein Video von unserer letzten Reise nach Portugal. Mit zwei Fahrzeugen und allem unserem Hab und Gut, sind wir mit Kindern und Tieren nach Portugal gefahren.

Und hier siehst Du unser meist geklicktes Video mit fast 100 000 Klicks! Unser Wohnmobil! Das Wohnmobil einer Großfamilie.

Wir sind sehr dankbar für unser Leben und die Art wie wir es führen können. Letztlich ist es die Dankbarkeit darüber, dass wir uns dafür entschieden und es auch umgesetzt haben.

Warum wir aufgehört haben

Letztlich gab und gibt es noch einen Grund dafür, dass wir erstmal das Wohnmobil verkauft haben.
Als wir vor 13 Jahren begannen zu reisen und unsere Kinder sehr klein waren und teilweise gerade mal die Grundschule besuchten, waren wir die einzigen Wohnmobilianten mit Kindern. Alle anderen waren Rentner.
Die Strände waren leer und es war möglich frei zu stehen und seine Ruhe zu haben.

Nur selten wurde man von der Polizei weggeschickt und man war mit seinem Wohnmobil gern gesehen.

In all den Jahren haben wir eine Entwicklung miterlebt, die für uns nicht mehr stimmig ist. Viel zu viele Wohnmobile belagern im Winter die südlichen Ländern.
Immer mehr Schranken werden errichtet, um die mittlerweile unliebsamen und nervigen Wohnmobilfahrer fern zu halten.

Denn es werden leider gerade von ihnen (sicher nicht von allen!) sehr viel Müll und Exkremente hinterlassen.

Der Boom ist also nicht unsere Welt.

Gerne kannst Du Dir unseren Online Kurs über „Reisen“ anschauen. Dort haben wir komprimiert in einem Videovortrag unsere Erfahrungen festgehalten und geben viele Tipps und Tricks rund im den Kauf von einem Wohnmobil und dem Reisen selbst. Unter Anderem erfährst Du:

# Welches Wohnmobil?
# Wo finde ich das Wohnmobil und worauf achte ich beim Kauf?
# Vorteile des Wohnmobilreisens
# Schlafplatzsuche
# Arten des Campings?
# Packen – was muss mit?
# Schulkinder an Board?

Schulkinder und Reisen?

Und falls Ihr plant mit Schulkindern zu reisen, finde ich das eine super Idee! Denn Reisen bildet! Man kann so viel unterwegs lernen. Das läuft dann nebenbei und bleibt im Langzeitgedächtnis. Ich erinnere mich gut an unsere ersten Salzsalinen. Wer da durch gelaufen ist, wird das nicht mehr vergessen und weiß sein Leben lang, wie Salz gewonnen wird.

Daher hat es mich auch immer traurig gemacht, unterwegs maximal Kindergartenkinder zu sehen. Denn ab dem Schulalter trauen sich die meisten Eltern nicht mehr. Aber gerade dann sind die Kinder ja in einem super aufnahmefähigen Alter!

Ich berate bereits seit fast 3 Jahren Familien auf dem Weg zur freien Bildung. Es gibt einen Online Kurs übers „Freilernern“ von mir.
Es enthält zwei Stunden Videomaterial, in dem ich auf die ursprüngliche Idee, den Entwicklungsweg und das Ziel des Freilernens eingehen werde. Ich gehe auf die Praxis, die Vorteile, die rechtliche Situation und somit auch auf die Möglichkeiten der Durchführung in den einzelnen Familiensituationen ein. Die einzelnen Kapitel sind klar thematisiert und somit für jeden speziell auf seine Fragen abrufbar.

Du findest den Kurs hier: Freilerner Online Kurs

Oder Du schaust Dir einfach unseren Weg hin zum Freilernen an? Wir haben zunächst einen Waldkindergarten, dann eine freie Schule gegründet, sind dann zur Homeschoolefamilie und schließlich überzeugte Freilerner geworden. Wir haben ganz viele Erfahrungen mit Schulamt, Jugendamt und Schule gemacht und teilen in unserem Buch „Wildwuchs statt Baumschule“ unsere Erfahrungen.
Denn wir sind für einen Wildwuchs bei unseren Kindern. Wir wollen keine Baumschule für sie, in der sie zurecht gestutzt werden!

Vor der Reise ist nach der Reise

In diesem Sinne ist vor der Reise auch immer nach der Reise. Und nach der Reise immer vor der Reise. Und uneigentlich ist das ganze Leben eine Reise. Falls Du denkst, dass es das Wort uneigentlich nicht gibt – verlinke ich Dir gerne einen Beitrag Youtube Video von mir über dieses Thema.

Das Leben ist eine Reise. Du entscheidest jeden Tag neu, wo Deine Reise hinführt. Genieße das Leben und Deine Lebensreise. Egal ob im Wohnmobil unterwegs oder nicht.

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