Unsere Kinder quengeln selbst bei Langstrecken nicht – nie

Autofahren mit Kindern.
Wir fahren ja teilweise mehrere Stunden am Stück. Gestern waren wir knapp sechs Stunden unterwegs und unsere Kinder quengeln nicht – nie. Ehrlich!
Wir kennen diese typischen Sätze wie „wann sind wir daaaaa“ nicht von ihnen.
Unser Rekord waren 2200 Kilometer, die wir innerhalb 20 Stunden geschrubbt haben. Wir haben es den Kindern überlassen, ob wir die Strecke am Stück fahren (nur mit einer Übernachtung), oder ob sie lieber mehrere Zwischenstopps haben wollten. Da es der Weg zurück nach Portugal war und alle gerne auf unser Grundstück wollten, war die Entscheidung für den schnellen Tiefflug einstimmig getroffen – und die Fahrt verlief ruhig, fröhlich und ohne Gequengel.

Was wir für ein Geheimnis wir haben?

Warum das so ist?

  • Nein! Wir geben unseren Kindern keine Drogen, die sie ruhig stellen und knebeln sie auch nicht.
  • Sie sind es von klein an gewöhnt. Zwei von ihnen reisen seit ihrem zweiten Lebensjahr und zwei sogar seit sie gerade mal ein halbes Jahr alt waren. Der Rest der Bande war zu Beginn unserer Wohnmobilzeit zwischen fünf und sechs Jahre alt.
  • Sie haben die Erfahrung gemacht, dass eine lange Strecke häufig bedeutet, dass sie danach am Strand spielen können, wo sie zuvor bibbernd in der Kälte Deutschlands gestanden sind. Diese Erfahrung hilft ungemein auszuhalten, denn danach haben sie tagelang, wochenlang keinen Kilometer mehr, den sie fahren müssen.
  • Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass wir als Eltern nie ein großes Brimborium gemacht haben? Wenn man den Fokus nicht darauf legt, dass nun eine lange Reise vor einem liegt und der Weg das Ziel ist, spüren die Kinder nicht die Unsicherheit der Eltern, die vielleicht denken: „Oh wie wird die lange Zeit des Sitzens wohl für die Kinder sein?“
    Wenn Kinder hingegen spüren, dass die Eltern eine Menge an Freizeitbeschäftigung auffahren, damit die Kinder auch ja nicht gelangweilt sind, dann könnte das genau dieses Verhalten bei ihnen auslösen….so zumindest denke ich darüber.
  • Aber vielleicht ist es auch sehr viel banaler und wir haben einfach nur sehr, sehr, sehr pflegeleichte Kinder?

Reisen kann für die Eltern ein Traum sein oder zu einem Albtraum werden. Ich denke, dass je ruhiger die Eltern selbst sind und je normaler sie die Situation selbst wahrnehmen, umso entspannter sind die Kinder. Denn sie spiegeln den Erwachsenen ja häufig….

Meer

Vor Kurzem: Wir fahren eine Tankstelle an und ein Auto hält neben uns, aus dem ein Mann aussteigt und zielstrebig auf uns zukommt. „Ihr Wohnmobil sieht ja toll aus, ich bin ihnen extra gefolgt…“
Wir kommen also ins Gespräch und reden eine Weile. Irgendwann sagen ich, dass wir sechs Kinder an Board haben. „Sechs Kinder?! Die hört man ja gar nicht“.

So was erleben wir immer wieder. Ja, unsere Kinder sind echt ruhig – schon immer.
Mag daran liegen, dass es vier (Teenager)Mädchen sind (die kichern nur…das ist nicht laut) und nur zwei Jungs, die auch keine typischen Rabauken sind…
Oder sie sind einfach super entspannte Kinder, die viel Freiheit haben –

Noch mehr Gedanken von uns über das Reisen findet Du hier

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