Überfall im Wohnmobil, für die meisten die Horrorvorstellung schlecht hin, nicht wahr?
Wir waren mit unseren fünf Kindern auf dem Weg in den Süden, um das erste Mal in Süd Spanien zu überwintern. Meine Frau und ich waren zu diesem Zeitpunkt schwanger. In Frankreich wollten wir einen Zwischenstopp machen und hielten an einem schönen Rastplatz an. Damals haben wir sämtliche Anfängerfehler gemacht:

Wir haben auf einem Autobahnrastplatz geschlafen. Um nicht im Laternenlicht zu schlafen sind wir etwas abseits gefahren an eine dunklere Stelle. Ein langsam vorbeifahrendes Auto umkreiste uns mehrfach und wir haben das ignoriert. Da wir zwei Golden Retriever Hunde an Board hatten, fühlten wir uns mit diesen Wachhunden sicher und glaubten nicht an einen Überfall.

Glücklicherweise bin ich dank meines Radarschlafes (den fast alle Mütter haben dürften) rechtzeitig durch das Geräusch eines Akkuschraubers aufgewacht. Als ich aus dem Alkovenfenster nach draußen schaute, sah ich zwei Gestalten, die sich an unserer Beifahrertür zu schaffen machten. Mir saß der Schreck in den Gliedern und ich bekam zunächst keinen Ton heraus. Die beiden Hunde schliefen und bekamen von den Einbrechern nichts mit. Ich hüpfte vom Alkoven nach unten und fing an laut zu schreien, dass sie abhauen sollen. Eigentlich war es egal was ich schrie, denn sie konnten mich eh nicht verstehen. Glücklicherweise wirkte mein Urwaldgeschrei und die Männer liefen in ihr Auto und fuhren davon. Ich hörte mein Herz laut schlagen und war erleichtert. Es dauerte einige Nächte bis ich überhaupt wieder an Schlafen denken konnte.

Seit dem Überfall fahren wir grundsätzlich immer runter von der Autobahn und vermeiden Rastplätze. Es gibt regelrechte Einbrecherbanden, die sich auf Wohnmobile spezialisiert haben. Logischerweise suchen sie genau die Plätze auf, an denen sich viele Wohnmobile sammeln. Auf Rastplätzen können sie also effektiv ein Wohnmobil nach dem anderen ausrauben.

Wir schlafen nun meistens irgendwo auf einem Feld, im Wald oder an einem Sportplatz. Auch Friedhöfe haben meistens Parkplätze auf denen man gut übernachten kann und ruhige Nachbarn hat.

Das war vor sechs Jahren. Seitdem hatten wir nie mehr ein solches Erlebnis und schlafen immer sehr ruhig und ohne Sorgen.

Hier kannst Du einen Bericht von uns lesen, der von unserer Europareise handelt. Dort hatten wir mit einer defekten Alarmanlage zu kämpfen.

Sicherheitstipps:
Man kann im Fahrerhaus einen Spanngurt zwischen den Türen anbringen.
Pfefferspray hilft bei etwaigen Einbrüchen vielleicht auch?
Oder einen lauten Piepser?
Wir nehmen nichts davon und schlafen ruhig. Wir kennen aber manche Wohnmobilfahrer, die diese Dinge mit sich führen.
Am beliebtesten ist der Baseballschläger.
Hast Du solche Dinge an Bord? 

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