Die Welt aus Kinderperspektive

Kinder sehen die Welt aus einer anderen Perspektive, als wir großen Menschen es tun, Kinderperspektive eben. Das bringt schon alleine der Umstand mit sich, dass sie von der Körpergröße her schlicht weg kleiner sind. Ihr Leben spielt sich mehr an der Erdoberfläche ab und ihr Blickwinkel ist häufig ein „von unten nach oben schauen“.

Unlängst haben wir mit einem Fotografen gesprochen, der in einem Kriegsgebiet als Fotoreporter eingesetzt war. Er erzählte uns, dass in diesen Gebieten den Kindern eine Kamera gegeben wird, damit sie Bilder von den Zuständen machen. Denn die Erfahrung hat gezeigt, dass sie die Gegend viel besser kennen und es für sie somit effektiver möglich ist an Informationsmaterial heranzukommen, als für Erwachsene.
Die Bilder, die dort nun geschossen wurden, hatten eine völlig andere Sichtweise und Blickwinkel.

Jungfotograf

Einer unserer Söhne hatte konstant den Wunsch zu fotografieren. Er ist fasziniert von diesem Apparat, der Momente auf Papier malt und das so, dass es wirklich so aussieht, wie die Situation auch war.
Wir liehen ihm unsere Digitalkamera aus und er war tagelang darin vertieft, geeignete  Motive zu finden. Irgendwann war die Speicherkarte voll und ich holte seine Bilder zu mir auf die Festplatte meines PC´s.

Ich habe mit vielem gerechnet, aber um ehrlich zu sein, nicht mit dem was ich dann sah. Die Perspektive dieses kleinen Mannes faszinierte mich vom ersten Bild an. Natürlich waren viele verwackelt und verschwommen. Manchmal konnte ich das von ihm fotografierte Motiv auch nicht identifizieren. Ich bin in diesem Moment dankbar für das Digitale Zeitalter. Nicht auszudenken, wenn wir so viele Filme hätten entwickeln lassen müssen.
Während ich seine Bilder anschaute, war es mir, als würde ich mit ihm auf Reisen gehen. Die Wege, die er mit seinen Füßen abgelaufen ist, ebenso betreten. Und meine Augen wurden auf die gleichen Dinge gelenkt wie seine zuvor.

Diese Bilder waren für mich wie ein offenes Buch und mir wurde klar, mit was er sich beschäftigte, wie er die Dinge sah.

Kunst – Spenden für die NABU

Für mich ist das, was da herausgekommen ist, Kunst. Von allen Bildern habe ich 13 Bilder ausgesucht, die mich irgendwie berührt haben. Diese Fotos habe ich nun als Postkarten drucken lassen und wir beide, also der Jungfotograf und ich, haben gemeinsam besprochen, dass sie für einen guten Zweck verkauft werden soll. Sein Wunsch ist es, das Geld, was er durch die Postkarten einnimmt, der NABU zu spenden. Wir legen das Geld, was uns die Herstellung der Postkarten gekostet hat, ebenfalls in den Spendentopf.

Man kann die Bilder einzeln erwerben, oder aber mehrere – vielleicht jedoch auch als 13 er Pack.

Ihr findet sie in unserem Shop. Wichtig! Ihr findet alle seine Werke in der Rubrik: Postkarten von Jungfotograf.

Ich möchte die einzelnen Bilder hier hintereinander vorstellen und kurz etwas darüber schreiben. Vor allem was der Jungfortograf selbst dazu zu sagen hat. Das stelle ich dann in kursiv.

Bevor ich das mache noch eine Anmerkung:
Bei alledem war immer Lernen mit dabei. Das sieht man an der Entwicklung der Bilder. Er hat immer mehr gelernt und kennt jetzt die Funktionen der Kamera und was sie alles kann besser als ich!
Und auch mit der Spendenaktion wird er unwahrscheinlich viel lernen und Erfahrungen machen. Unter anderem die Erfahrung, dass er mit etwas was er gemacht hat, anderen helfen und ihnen eine Freude machen kann. Und er lacht so herrlich fröhlich, wenn er das geschafft hat, dass man innerlich zerfließen möchte!
Das kann er natürlich nur, wenn seine Bilder auch „ankommen“ – bei Dir. Danke also, wenn Du ihn dabei unterstützt – du hast ja auch etwas davon, nicht wahr?

Der kleine Jungfotograf heißt übrigens Milian.

Das waren also die Bilder. Der kleine Künstler ist schon sehr gespannt, wie sehr seine Bilder ankommen und würde sich riesig freuen, wenn ganz, ganz viele Menschen, seine eingefangenen Augenblicke zu sich holen.
Sehr eifrig hat er alles vorbereitet für das Fotoshooting seiner Fotos und hat mir genau erklärt, warum er welches Foto gemacht hat, der kleine Künstler.

Die Fotos wurden während unserer Europareise aufgenommen, soll ich noch schreiben. Hiermit getan.

Natürlich bin auch ich als seine Mama gespannt, was ihr über die Bilder denkt? Sehe ich das nur durch meine Mamabrille, oder haben die Bilder einfach eine tolle Ausstrahlung für dich?

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