Wer ist Ernst?

Kennst Du den Ernst? Immer wieder hören wir von ihm – „dem Ernst des Lebens…“ Wer aber ist denn dieser Ernst?
Als Freilerner und Freileber hören wir immer wieder, dass man doch nicht immer nur tun kann, auf was man Lust hat! Das Leben ist schließlich kein Ponyhof. Aber warum eigentlich nicht? Was ist schlimm daran?
Diesen Glaubenssatz zu hinterfragen, ist interessant und herausfordernd und viele Menschen fühlen sich getriggert von Menschen, die genau das tun: Den Glaubenssatz zu hinterfragen und noch schlimmer: Ihn dann zu verändern!

Wo gibt es eine große Käseglocke

Auch „FreilebeKinder“ haben Herausforderungen, denen sie sich stellen. Sie bereiten sich auf ihr Leben vor – ganz einzigartig und je nach Charakter unterschiedlich.

Ich kenne zumindest keine Familie, die unter einer Käseglocke lebt und keinerlei Zugang zur Welt hat. Aber vielleicht gibt es sie ja irgendwo – diese RiesenFamilienKäseGlocke?

Wobei: Was wäre denn schlimm an käseglockengereiften Menschen? Sie hatten die Möglichkeit in einem guten Milieu zu reifen und ihr Geruch durchströmt dann die Luft, wenn die Käseglocke angehoben wird. Manche lieben ja würzigen Käse. Andere verziehen eher das Gesicht. Aber man wird es so oder so nie allen recht machen können.

Ja, wir leben als Familie ein Familienleben. Uns ist das wichtig. Wir haben gemeinsame Mahlzeiten, bei denen wir viel miteinander reden. Wir unternehmen Dinge gemeinsam und auch alleine. Unsere Devise ist: „Einer für all und alle für einen“ und wir fühlen uns damit gut! Wir leben und erleben Gemeinschaft, Zusammenhalt. Wir reiben uns aneinander und stoßen uns gegenseitig die Hörner ab. Wir sind Familie durch und durch. Wir gehen miteinander durch dick und dünn. Wenn einer von uns leidet, leiden alle anderen mit ihm. Und wenn einer sich freut, dann teilt er diese Freude mit allen aus der Familie und sie mit ihm.

Familie ist nach der Partnerschaft die kleinste Zelle einer Gesellschaft. Wenn diese kleinen Zellen kranken, dann krankt das ganze System. Darum ist es uns wichtig, unsere Werte als Familie zu leben und die Zeit mit den Kindern auszukosten.

Frühe Fremdbetreuung ist in unseren Augen schädlich für den einzelnen Menschen, die Eltern/Kind Beziehung und letztlich auch für die Gesellschaft.

Doch zurück zu Freilernern. Uns ist es wichtig, dass unsere Kinder lernen durchzuhalten und auszuhalten. Die Ziele, die sie sich gesetzt haben, zu erreichen, auch wenn es auf dem Weg der Verwirklichung Widrigkeiten gibt .

Wer unsere Geschichte darüber kennt, wie wir in der Wildnis gelebt haben, wird sehen, wie unsere Kinder und wir genau das trainiert haben! Unsere Komfortzone zu verschieben und mit schwierigen Situationen klar zu kommen. Wer unseren Erfahrungsbericht noch nicht kennt, kann das gerne hier nachlesen. Eine Familie zieht in die Wildnis

Von klein auf gehen unsere Kinder in die Sauna. Auch da trainieren sie ihren inneren Schweinehund. Wie lange sie drin bleiben und wer der wirkliche innere Berater in ihnen ist. All das erfährt man in solchen Grenzsituationen.

Hier ein Sohn von uns, der ohne Angst seinen Milchzahn herausziehen will und uns mit seiner Zielstrebigkeit beeindruckt. Diese Zielstrebigkeit gibt keinen Raum für Angst. Er macht all das im absoluten Selbstvertrauen. Er vertraut sich selbst. Schön, wenn Kinder dieses Vertrauen nicht verlieren.

Wir brauchen keine Schule dazu

Ich glaube, dass uns das Leben selbst auf das Leben vorbereitet und wir keine künstlich geschaffene Umgebung dafür benötigen.
Im Gegenteil. Schwimmen trainiert man am besten im Meer oder im See und nicht in der Badewanne.
Schule ist nichts anderes als ein von Menschen erschaffener Lernort, der nicht immer etwas mit dem eigentlichen Leben zu tun hat.
Dort Dinge über Biologie, Erdkunde oder Geschichte zu lernen, ist ebenso abstrakt und langweilig, wie wenn man das Dachdecken theoretisch in der Schule durchspricht, indem man an einem Tisch auf einem Stuhl sitzt.
Um Dackdecken wirklich zu verstehen, braucht man die Höhe eines Daches, den Wind und die Sonne. Man muss die Ziegel spüren und sie hören, wenn man sie auflegt.
Natürlich kann man vorab durchsprechen in der Theorie, wie man vorgeht und was es zu beachten gilt. Doch in der Schule bleibt es meist bei dieser Theorie und sie findet selten den Weg in die Praxis.

Die Schulen erziehen Statisten, die alles in der Theorie zu wissen scheinen, aber wenig bis keine Ahnung von der Realität haben.
Lernen kann nur teilweise durch Bücher geschehen. Der weitaus größere Teil des Lernens braucht mehr Freiheit, als die SchulGebäudeAufenthaltsPflicht bewerkstelligen kann! Lernen hat immer etwas mit be-greifen und ins Tun kommen zu tun. Lernen ohne praktisch dabei zu werden, ist trocken und fad.
Lies gerne dazu meinen Beitrag: Lernen in der Schule ist wie Pappe essen.

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