Vor nicht all zu langer Zeit bin ich über Bilder gestolpert, die mich sehr angesprochen haben.
Martin Fuchs hat sich eine Villa im Asthaufen gebaut und erinnerte mich damit an die Zeit, als wir als Familie über viele Monate hinweg mit unseren sieben Kindern (damals zwischen 2-14 Jahre) in der Wildnis lebten.

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In diesem Sinne – viel Spaß beim Lesen.

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Buch, line fuks

Die Villa im Asthaufen erinnert mich auch an die Survival Kurse, die ich gemacht habe. Dort lernt man eine ähnliche Bauweise als Unterschlupf zu bauen. Ein starker Ast dient als Träger für ganz viele kleine Äste, die quer an ihn angelegt werden. Irgendwann wird dann die Grundkonstruktion mit Laub bedeckt.
Es sieht ein wenig wie ein Zelt aus.

Was Martin gebaut hat, ist allerdings einfach eine wirkliche Villa. Pimp my Bushcraft Shelter.
Meine Buchempfehlungen zeige ich Dir hier:

Hier eine kleine Bauanleitung:

1. Grundstruktur
Frische Haselnusszweige werden gebogen und mit Schnüren zusammengebunden. Das Ernten der starken Äste sollte mit Bedacht durchgeführt werden. Es sollten bei verschiedenen Haselnussbüschen immer nur wenige geerntet werden, sonst besteht die Gefahr, das der Busch abstirbt.

Die folgenden Bilder zeigen den Aufbau des Grundgerüsts.

2. Abdeckung erste Schicht
Nachdem die grundlegende Aststruktur fertiggestellt war, widmete er sich der Abdeckung. Hierzu hat er Papiertüten von  Tierfutterverpackungen und Jutestoff verwendet. Wobei zuerst die Juteabdeckung und dann das Papier kommt. Später, wenn man seine kleine Höhle verputzen möchte, dient der Jutestoff als guter Haftgrund.

3. Abdeckung zweite Schicht
Nach dem Abdecken mit der Papierschicht kann man eine dicke Schicht aus gepresstem Stroh und dann eine Kunststofffolie, wie sie für Teiche verwendet wird, aufbringen.

4. Abdeckung dritte Schicht
Zuerst hat er eine eine dicke Schicht Erde über die Plastikfolie gemacht, das isoliert zusätzlich. Als abschliessende Schicht hat Martin bei seiner Villa Äste und Blätter genommen um sie der Umgebung anzupassen. Der Phantasie sind hier aber keine Grenzen gesetzt.

5. Der Boden
Der Boden ist anfänglich aus purer Erde. Später hat er ihn 15cm tief ausgegraben und auf die nun freiliegende Tonschicht  Kiesschichten mit feiner werdender Körnung aufgebracht. Dann hat er eine Strohlehmschicht aufgetragen und diese erst mit  Leinöl und abschliessend mit Bienenwachs versiegelt, um es wasserdicht zu machen. Achtung, das Leinöl trocknet nicht bei Temperaturen unter 15°……

Auch hier gibt es wahrscheinlich viele andere Möglichkeiten der Gestaltung.

6. Wände
Anfangs begann er mit der ersten Putzschicht aus einfachem Stroh & Schlammgemisch.

Nachdem er eine zweite Schicht Putz fertig gestellt hat, hat er eine letzte Schicht sehr feinen und helleren gefärbten Lehmputz aufgetragen, mit etwas Weizenmehlpaste, um ihn widerstandsfähiger zu machen. Es hat einiges zur Gesamtmasse des Putzes beigetragen, was dafür sorgt, dass es länger dauert, bis es erwärmt ist, wenn es im Winter ganz kalt ist und die Hütte für einige Tage nicht geheizt wird. Auf der anderen Seite, wenn es einmal warm ist, hilft es, die Wärme länger als einen Tag zu halten. Aufgrund der Bodenwärme sanken die Temperaturen in der Hütte im vergangenen Jahr jedoch nie unter 7°, auch nicht bei -10° im Freien.

7. Herd
Der Ofen ist nach dem Prinzip eines Rocketstoves gebaut. Über den anfänglich alleinig genutzten Blechbehälter hat er später einen Tontopf gestülpt (den Zwischenraum mit Lehm ausgefüllt), da diese Konstruktion die Wärme länger hält und eine angenehmere Strahlungswärme abgibt.

Mehr von Martin Fuchs findest Du auf folgenden Seiten:

NaturTraum

und

FreieErde 

 

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