Jeder, der auf die Insel Krk fährt, sollte sich unbedingt die Safari Bar anschauen.
Unser Weg führte uns in ein wunderschönes Naturschutzgebiet. Etwa drei Kilometer sind wir auf einer Piste gefahren und hatten einen herrlichen Stellplatz!

Dort gab es eine „Safari Bar“. Vladimir, der Besitzer hat dieses Stück Land vor etwa 20 Jahren gekauft. Zuvor arbeitete er in der Schweiz und konnte daher perfekt Deutsch sprechen.

Was er hier aufgebaut hat ist einfach toll. So kann sanfter Tourismus aussehen. Unaufdringlich und eingebettet in die Natur, ohne sie zu verschandeln!

In der Galerie ein paar Bilder von diesem kleinen Paradies. Safari Bar eben.

Wer also einmal in der Nähe von Pula sein sollte, genauer in Kamenjak, der sollte unbedingt hier einen Stopp machen. Wer Ruhe und Natur sucht, für den lohnt sich ein Besuch.

Im Prinzip gibt es hier in der Safari Bar etwa drei Monate Touristen, dann ist es eher ruhig. In diesen wenigen Wochen schafft es Vladimir, der Besitzer mit dem Verkauf von Getränken, Eis und Snacks sein Leben und das von seinen Angestellten (ich glaube er hat drei) zu gestalten.
Wie schön kann das Leben doch sein?! Drei Monate arbeiten und ansonsten einfach leben! Denn wenn man einen niedrigen Lebensstandard hat (wie es Vladimir hat), dann hat man einfach mehr vom Leben, finden wir. Denn alles Andere muss verwaltet werden und dafür muss eben gearbeitet werden. Wer also viel hat hat wenig Zeit – meistens zumindest.

Man spürt regelrecht den Künstler und den Kind gebliebenen Vladimir in diesem Stückchen Erde. Wenn wir dagegen all die Betonhotelbunker sehen – dann wissen wir, welche Art des Tourismus wir bevorzugen.

Auf einer kleinen Insel kann man von dort aus einen Leuchtturm sehen. Dort gibt es zwei Leuchtturmwärter, die sich alle 15 Tage im Dienst abwechseln. Jeder von ihnen ist also 15 Tage am Stück auf der Insel und hat danach 15 Tage Landgang.

Die Vorstellung 15 Tage abgeschieden auf dieser Insel zu leben ist doch interessant, oder? Für uns auf jeden Fall. Gern hätten wir diesen Leuchtturm und dessen Wärter besucht und ihn Löcher in den Bauch gefragt.

Im Prinzip ist unser Leben ähnlich wie das dieser Leuchtturmwärter. Wir leben Zyklen alleine, wie auf einer Insel, um dann wieder an Land zu kommen und mittendrin zu sein, im Getümmel. Genau das ist der Reiz für uns. Diese zwei völlig verschiedenen Seiten des Lebens zu erfahren.

Nach diesem schönen Aufenthalt geht es für uns weiter auf die Insel Krk. Auf dem Weg dorthin, führt uns der Weg durch einen 5000 Meter langen Tunnel. Kurz vor der Insel Krk sehen wir dann eine imposante Brücke, auf der wir hinüber gelangen werden.

Auf der Insel fahren wir dann ganz in den Süden, bis die Straße in einem kleinen Dörfchen endet. Die Straßen werden eng und enger und auf den Serpentinen zum Dorf sehen wir viele Namen und Herzen und andere Dinge mit Steinen aufgereiht. Liebesbotschaften mal auf eine sehr schöne Art und Weise. Dumm nur, wenn der Liebste einen laaangen Namen hat – dann muss man einige Steine sammeln.

Direkt an der Hafenmauer (er ist winzig klein, der Hafen), bleiben wir über Nacht. Das Wasser ist so klar! Man kann problemlos auf den Grund sehen.

Als wir ankommen erleben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang!
Abends lernen wir einen Fischer kennen, der lange Zeit in Paderborn gelebt hat und wie so viele in Kroatien ein perfektes Deutsch spricht. Er ist gerade dabei sein Fischernetz von Steinen, Fischresten und Korallen zu befreien, denn er war an einer sehr ungünstigen Stelle fischen und es ist eine lange und mühevolle Arbeit. Als es schließlich zu dunkel ist, geht der Fischer nach Hause.

Am nächsten Morgen gehen wir als Familie zu diesem Netz und befreien es von all den Dingen. Wir haben ja viele Hände und so geht es relativ schnell und wir freuen uns diesem Mann helfen zu können und ihn damit zu überraschen. Mainzelmännchen ist ein toller Job – es macht so viel Freude jemanden zu erfreuen. Vor allem wenn er gar nicht weiß, wer es war.

Nun geht es für uns weiter in Richtung Plitwitzer Seen. Bis dahin alles Liebe von uns – der Wildnisfamilie

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